Nun ja, wer ständig Rechner neu aufsetzen muss und keine Lust hat, jedes Mal wieder die komplette Software einzuspielen, der tut gut daran sich einen großen Stick oder eine USB-Festplatte (am Einfachsten ohne zusätzliche Stromversorgung) zu kaufen und mit den folgenden Tipps die Systeme einfach zu klonen und anschließend nur noch rechnerspezifische Dinge zu konfigurieren.
Schon mal versucht einen kompletten Verzeichnisbaum irgendwohin zu kopieren? Mittendrin ein Abbruch, weil er ein ö nicht übertragen will? Mit rsync kann man den Vorgang nach dem Umbenennen wiederholen ohne die schon übertragenen Dateien nochmal zu kopieren. - Ich weiß, rsync kann noch mehr, aber um Daten auf eine externe Platte zu übertragen ist es eben auch ideal.
Möchte man beispielsweise den Ordner /service/Bilder
auf die Festplatte /media/sda1
übertragen, so ist folgende Befehlszeile sinnvoll:
rsync -r -u --size-only --progress /service/Bilder /media/sda1
So werden die Daten verschoben:
rsync -r -u --progress --remove-source-files /service/Bilder /media/sda1
Hinweis: Man beachte, dass hinter Bilder
kein slash mehr kommt! So wird zunächst in /media/sda1
eben dieser Ordner erst erstellt und dort die Dateien platziert. Ansonsten wird nur der gesamte Inhalt von Bilder
übertragen.
Einige Optionen:
--size-only
Überträgt nur Dateien, deren Größe sich wischen Quelle und ZIel unterscheiden.
-u oder --update
Existiert im Zielverzeichnis eine neuere Datei, wird sie nicht nochmal übertragen. Ist sie genauso alt, wird sie nur neu übertragen, wenn sich die Dateigrößen unterscheiden.
--remove-source-files
löscht die ursprünglichen Dateien.
--delete
löscht im Zielverzeichnis die Dateien, die im Ursprungsverzeichnis nicht mehr enthalten sind.
--progress
Zitat aus der manpage: „This gives a bored user something to watch.“
--ignore-existing
nur neue Dateien werden übertragen.
--inplace
Existiert die Datei schon im Zielverzeichnis, so werden Änderungen direkt in der Datei gespeichert. Dies funktioniert nur, wenn die Datei nicht gerade in Gebrauch ist! Ist offenbar praktisch, wenn große Dateien übertragen werden sollen.
Zunächst liest man die ganze Diskette als ISO-Image ein:
dd if=/dev/fd0 of=diskimage.iso bs=8192
Danach wird die Diskette gewechselt und mit
dd if=diskimage.iso of=/dev/fd0 bs=8192
neu beschrieben.
Sticks kann man meist mit
dd if=/dev/sda1 of=kopie.iso dd if=kopie.iso of=/dev/sda2
kopieren. Man muss nur vorher herausfinden, welches device gerade für welchen Stick zuständig ist. Stecken beide Sticks im Rechner kann auch on-the-fly
kopiert werden:
dd if=dev/sda1 of=/dev/sda2
Das klappt natürlich auch mit Festplatten - egal, ob extern oder intern…